Your browser version is outdated. We recommend that you update your browser to the latest version.

www.erwe-verlag.ch für online-publikation, book on demand oder e-book


 

2015

 


 

Vladimir Nabokov: einer der wichtigsten Autoren des 20. Jahrhunderts

 

Blog-Texte haben diese Beschränkung auf das Wesentliche zur Pflicht:

Sozusagen „in a nutshell“ kann nur das Allerwichtigste erwähnt werden.

Nabokov war ein genialer Autor, Schmetterlingsforscher und Literatur-

professor, der ein Werk von grosser Breite und Tiefe schuf, sowohl

Populärkultur darstellte (in Lolita) als auch literaturwissenschaftliche

Studien veröffentlichte (Eugene Onegin, Gogol, Vorlesungen über euro-

päische und russische Literatur), Uebersetzungen besorgte und sein

eigenes Werk (Prosa, Lyrik, Theater u.a.) dabei ständig erweiterte.

Kindheit und Jugend verbrachte er in St. Petersburg. Emigration in

Berlin und Paris und dann in den USA. Er beschloss sein Leben in

Montreux im Palace-Hotel, um sich ganz dem Schreiben zu widmen.

Ein schrulliger, sehr belesener, sprachbegabter und grosser Literatur-

fanatiker.

Seine Fangemeinde ist kontinuierlich gewachsen, heute gibt es ein

Twitterkonto auf seinen Namen, ein Fan publiziert immer wieder

Nabokoviana.

Seine „Lolita“ hat  Stanley Kubrick verfilmt, das Drehbuch dafür hat

er selber verfasst. 1956 ein Skandal, wird der Roman/Filmstoff  auch

heute gerne falsch dargestellt. Es geht nicht um Pädophilie, es ist

im Gegenteil so, dass Lolita ihren Stiefvater verführte, betrog und

verliess. James Mason und Jeremy Irons spielen beide Humbert

Humbert grossartig.

Nabokov hat nach Lolita den Ruhm als Lolitas Schöpfer genossen,

konnte sich ganz seiner literarischen Arbeit hingeben und schrieb

nachher noch weitere Werke, die genauso genial konzipiert, aber

etwas weniger erfolgreich waren: Pnin, die Geschichte eines

schrulligen russischen Professors in den Vereinigten Staaten, Pale

Fire, mit einer Parforce-Leistung ein langes Gedicht und ein per-

vertierter Kommentar dazu. Ada, vielleicht sein komplexester

Roman, ist eine intensive lange Liebesgeschichte, eine virtuelle Welt,

in der Amerussia, eine Gegenwelt, gänzlich nach den Wünschen

und Vorstellungen des Autors geschaffen. wrid.

Daneben verfasste Nabokov etwa fünf Dutzend Short Stories,

die zu den besten des 20. Jahrhunderts gehören.

 

 

31.12.2015

 


 

NekRomantik oder Die letzten Dinge

 

Schon die Romantiker dachten viel über den Tod nach.

Die Lebenserwartung war tief und trotzdem gab es so

etwas wie Todes-Sehnsucht. Heute wird das Thema

gerne verdrängt. Der Umgang der Jihadisten mit ihren

Gefangenen und Terrorangriffen schafft neue Aengste.

Brauchen wir wirklich ihren Anstoss, um selber darüber

nachzudenken? Die Religionen haben diesen Bereich

gerne gewinnbringend gepachtet, wir Atheisten betrach-

ten die Thematik völlig anders.

Die Obsession unserer Gesellschaft mit Krimi und damit

Mord und Totschlag ist eine Pseudo-Reflektion und mimt

eigentlich eine Ersatzhandlung. Das Schweizer Fernsehen

hat neben dem obligaten Kommissar nun den „Bestatter“

als Wegbegleiter ins Jenseits. Diese Art von Beschäftig-

ung mit dem Tod ist ein Palliativ gegen die Todesangst,

das Thema wird in homöopathischen Mengen aufge-

nommen, dann wieder weggelegt. Und da es andere,

meist fiktive Personen betrifft, berührt es die Lesenden

nicht wirklich. Dass aber so viel Imagination und Energie

in die Produktion und die Lektüre von Krimi-Texten

(und Filmen) investiert wird, ist schon fast tragisch.

Die Jenseitsvorstellungen der Religionen sind allesamt

fiktiv, Wunschdenken und beliebig zusammengeschustert.

In Berichten aus Nahtoderfahrungen lesen wir immer

wieder von hellem weissem Licht, das uns da empfangen

würde. Der Tod wäre dann also nicht schwarz, sondern

weiss.

Früher wurde der letzte Abschnitt des Lebens von

Kirchenvertretern begleitet, die „letzte Oelung“, die

Einbalsamierung noch früher als Zeichen für die Wert-

schätzung der Toten, aber auch deren soziale Stellung

betonend und den Wunsch nach Konservierung der

gestorbenen Hülle.

Die Frage, ob Beerdigung oder Verbrennung der richtige

Umgang mit den Leichnamen sei, hat Angehörige von

den christlichen Religionen darüber endlos diskutieren

lassen. Heute ist die Beerdigung nicht mehr zwingend,

die Asche darf auch in den Wind, ins Meer oder in einem

Wald ausgestreut werden und es gibt Gemeinschaftsgräber.

Für viele ist der Gedanke an die Sterbehilfe auch Lebens-

hilfe. Sterbehilfeorganisationen bemühen sich, wie schon

ihre Namen sagen, um einen würdevollen Abgang. Dass

die Schweiz hier führend ist, bedeutet eine ethische Er-

rungenschaft, deren Wert nicht zu hoch geschätzt werden

kann.

25.12.2015

 


 

Internet down

 

Dies ist ein Text, an dem ich jetzt schreibe, weil das

Internet nicht verfügbar ist. Gestern Abend beim Film

streamen (Monsieur Hulot macht Ferien) war plötzlich

alles schwarz und nichts ging mehr. Zuerst rätseln,

schauen, ob das Ding bald wieder läuft—nichts da.

Auch die Telefonie reagiert nicht mehr. Das kommt

vor, man weiss es. Hier aber war es geradezu ein

Gnadenakt, der Streifen wurde bereits nach zwanzig

Minuten unerträglich und wäre auch sonst nicht mehr

lange gelaufen. Früher hiess das Filmriss im Kino,

ein Begriff, der heute etwas ganz anderes meint.

Da lobt man sich die DVD, da ist sowas nicht möglich.

Wo hat SRF2 denn diese Klamotte ausgegraben?

Wieder einmal fragt man sich, wie alt denn die Pro-

gramm Gestaltenden da sind.

OK, Kultfilm, schwarz-weiss, retro Science Fiction.

Es gibt spannendere Filme als Monsieur Hulots Strand-

Ferien, Mr Bean macht da einiges besser. Beide spielen

in Frankreich. Man blickt hier in eine ferne Welt in der

Vergangenheit, ein vorsintflutliches Auto klappert den

noch unverbauten Landschaften Frankreichs entlang,

es wird gnadenlos von neueren Modellen überholt.

Die Tonspur ist auf weiten Strecken mit Kindergeschrei

gefüllt, das ohne Zweifel bei einer Schule aufgenommen

wurde. Die Hauptdarstellerin trägt eine Frisur, die

hochgesteckter gar nicht sein könnte, ist aber trotz-

dem eine Schönheit.

Erinnerungen an erste Frankreichferien in der Jugend

ergeben sich zwanglos. Das sind die Anfänge des

Tonfilms, der französischen Komödie. Da war eigentlich

ja nachher nur noch Louis de Funès, auch der hat bei

M. Hulot mitgelernt.

Dem Blackout des öffentlich-rechtlichen Medienanbieters

verdanken wir dann ein angeregtes Gespräch im Wohn-

zimmer, einen längeren Schlaf, was bei der längsten

Nacht des Jahres ja auch irgendwie Sinn macht und die

gefestigte Ueberzeugung, dass in der neuen Wohnung

kein Fernsehapparat Platz finden wird. Als ich dann diesen

Text auf meinen Blog laden wollte, kam diese Mitteilung:

„Verbindung zum Internet konnte nicht hergestellt werden.“

22.12.2015

 


 

 

A former teacher’s nightmare

 

OK, every teacher knows that. The superintendant turns up unexpectedly. The preparations for the 3 lessons are vague or inexistant.        Thus one morning it is my turn.  (I quit my teaching job more than two years ago.) Knock knock, who’s there? It’s the superintendant                in the shape of a good  friend of yours, a musician you admire. Smiling sweetly he is sitting in my classroom when I come in. He is          already taking notes. I seem to have forgotten the coursebook, worse, I carry a bag in which I frantically look for it. I ask a girl in the              class to repeat what we did last time, she does that quite well. Oh yes and then there was homework, which it will take at least two        lessons to revise. We start listening to everybody’s nasal asinine answers. So after the second or third student hawing and giggling                the result of his or her inexistant  preparations the bell goes. One lesson over. In the break I fly to the cafeteria to have a badly needed  coffee and yes, I remember distinctively, a tasty dessert of which, oh horror, I spill large portions on my white shirt. The superintendant/       friend is always impeccably dressed.                                                                                                                                                                                         So then, nightmare trip, I run out of the schoolgrounds, down a massive hill to my former hometown, where I know a shop selling  (expensive) shirts. This takes me a lot longer than expected. So I am worrying what my class are doing with the superintendant sitting      there and me kilometers away at the shop trying to get a shirt. Any shirt. But that is not easy because the staff are lousy, take aeons                of time to fetch me the shirt downstairs, they laugh and crack jokes. They come up with a short-armed garment in winter—but I am             ready to compromise. So off to the cash desk, just to stare in disbelief at the price label: more than three times as much as a normal         shirt! (In the dream I clearly see the exact price of it). But I do not have a choice, I buy the damned thing and put it on. Then it’s all uphill           in lots of snow, vast landscapes, snow walls, sunshine! I overtake a group of young Chinese tourists who snicker when they see me and          clearly are making fun of me exhausted and sweating in my new shirt. I try to insult them, but they do not understand English.                        On I go,      finally arriving in the schoolgrounds after about two and a half hours’ frantic running. What will have become of the class,            the superintendant, will they have left already? This is where the dream breaks off.                                                                                                        It is well known that teachers can have school-related nightmares after years of retiring. But then the job itself offers occasions when            it’s not a daydreaming but rather a nightmarish occupation.

 

19.12.2015

 


 

Movember

 

Doch doch, Movember. So heisst der Monat des

Manns, oder mindestens die dreissig Tage, an

denen er sein Gesichtshaar so tragen, rasieren

oder stehen lassen wie er kann oder will. Eine inter-

nationale Bewegung, vor allem auf dem Internet

anzutreffen, da lese ich seit einigen Jahren davon.

In unseren Breitengraden gilt ja eine recht ein-

tönige maskuline Gesichtslandschaftsregelung:

rasieren, rasieren, rasieren. Jeden Tag, fast ein

Leben lang. Seit sogar „Ganzkörperrasur“ angesagt

ist, kommen dem Betrachter der maskulinen Be-

lange doch Zweifel: ist das nicht geradezu Ampu-

tation eines männlichen Geschlechtsmerkmals?

Frauen habens besser, die können sich einen „Bad-

hair-day“ pro Woche gönnen, Männer im Geschäfts-

leben haben aber keine solche Chance. Obwohl:

der Dreitagebart gilt bei jüngeren Männern als

das Weidmannsheil-Signal schlechthin.

Zwang zum Bart ist natürlich ebenso schrecklich:

die Jihadisten machens vor: disgusting!

Nun gibt es Schnauzweltmeisterschaften, Bart-

Olympiaden, Haupthaarlängewettbewerbe, alles

quer. Movember ist eine weltweit tätige Organi-

sation, welche die Gesundheit der Männer fördert,

es geht um Krebsprävention und Bewegungs-

mangel. Beides wären Themen, die auch Frauen

betreffen würden. Auch Gesichtsbehaarung ist

für viele Frauen ein lästiges Thema. Warum also

diesen gesundheitlichen Ansatz auf Männer be-

schränken?

„Lass dir im November einen Schnauz/bart wachsen“

heisst es auf der Homepage der Bewegung. Und:

„sammle Geld für Männergesundheit“ (?!?). „Und

move“, einmal pro Woche joggen, wär doch was!

Ich bin für gesund leben, präventiv. Aber meine

Empathie mit vielen Männern meines Alters ist

umfassend. Aber auch Frauen leiden an perfiden

Krankheiten... Gesundheit wünsche ich allen, nicht

erst im neuen Jahr!

 

24.11.2015

 


 

 

Die deutschsprachige Comedy-Szene

 

Was früher Kabarett oder Kleinkunst hiess, das verkauft sich heute besser als „Comedy“.

Otto wurde zu einer Institution, blödelt weiter vor sich hin, nur hat man das irgend-

wann gesehen. Peter Erhardt und Dieter Hildebrandt sind nicht mehr unter

uns, ihre Genialität schien unersetzbar, kaum zu erreichen für jüngere Talente.

Gerhard Polt, der Doktor aus Bayern, hat längst Kultstatus erreicht, seine Bayern-

tölpelpersiflagen sind unübertrefflich. In der Schweiz sind die SRF-Komiker Giacobbo

und Müller sozusagen zu Beamten verkommen, Lorenz Keiser, Massimo Rocchi, Marco

Rima und einige andere arbeiten auf konstant hohem Niveau. In Oesterreich gehört

für mich Alfred Dorfer zu den Besten, in Deutschland ist die Szene aber geradezu

explodiert und es hat sicher 20 ganz grosse Showstars der Comedy. Dank Youtube

können diese Grössen des deutschen Geisteslebens intensiv verglichen werden

und sie haben auch ihren festen Platz in den Fernsehprogrammen.

Fast könnten wir in der Präsentation alphabetisch vorgehen. Abdelkarim spielt

sein Lied absolut souverän zwischen den Kulturen. Willy Astor hat sich mit seinem

„Radkäppchen und der böse Golf“ schon fast unsterblich gemacht: ein Meister des

Wortspiels und der Veräppelung auch in "Markenartikel" und im Text "Vegetarischer

Krimi".

Dann gibt’s da Ingo Appelt, Frank Fischer, Johann König („Mit dem Porsche zum Bio

Supermarkt“, „Mag es billig“), Dieter Nuhr (mit eigener Show), Volker Pispers ist mit

„Der dumme Deutsche“ und  Kanzlerinnen-Bashing und fast schon betriebswirt-

schaftlichen, vorlesungsähnlichen Programmen. Er ist  vielleicht der King der

politischen Klartext-Analyse! Grosse Klasse ist auch Andreas Rebers („Zugespitzt"

und seine messerscharfe Willkommensgeste für Flüchtlinge! Und „Andreas Rebers

und die Radfahrer“).

Ganz vieles macht hier unheimlich Spass, regt zum Denken an, bietet aber auch

grosse Unterhaltung. Nur wenige Frauen  sind im Comedy-Bereich wirklich erfolg-

reich, das zeigt vielleicht wie hart der Job ist.

 

20.11.2015

 


 

 

Weise Frauen

 

Hexentod, etwa 1500.

Die Hexe Anna B. wohnt bei Worms

am Rande des grossen Waldes.

Sie hegt und pflegt

Mensch und Tier,

sie lernt und lehrt,

sie mixt Tinkturen.

Der Bischof von Worms sagt:

Das Weib ist verhext, sie hext,

vergiftet den Brunnen.

Im Bund mit dem Teufel

bringt Unglück sie übers Land

wie die Juden in der Stadt.

Der Medikus der Gegend

sagt Böses ihr nach,

es droht ihr Ungemach.

Das Kreuz gegen die Hexe,

der Sündenbock ist sie,

das Feuer reinigt das Böse,

das Gute wärmt sich dabei.

 

 Anna G. 1782

 

Anna Göldin die arme Magd

unschuldig enthauptet in Glarus,

Opfer des christlichen Stumpfsinns

vom Teufel geritten nicht sie,

sondern die Herren Richter.

Ewige Schuld der Bürger im Tal

niemand kann sie retten.

Von Tschudi missbraucht,

seiner Frau verhasst

durch Neid und Eifersucht.

Die Kinder liebte sie gewiss,

vor Gericht absurd verleumdet,

vom Gefängniswärter misshandelt,

geil betrachtet im Verlies:

das Gesinde hat keine Rechte.

Ihr Geld wird gestohlen,

sie unterm Galgen verscharrt:

Das Korpus delicti entfernen,

Schuld verdeckt durch Mord.

 

PS Hexen hiessen oft Anna (s. Wikipedia "Hexen")

 

19.11.2015 (geschrieben 2014)

 


 

 

Emma Kunz

 

Emma Kunz... das ist doch...? Nicht mehr ganz unbekannt, ist sie heute noch immer zu wenig bekannt. In Würenlos befindet sich das Emma Kunz-Zentrum, ein Gebäudekomplex, der in einer Ecke des Limmattals steht, die noch einen Rest Natur umfasst. Emma war ihrer Zeit meilenweit voraus. Sie blieb unverheiratet, nachdem sie eine erste Bekanntschaft enttäuscht hatte. Sie arbeitete als Hausmagd, malte und zeichnete, forschte als Heilpraktikerin in den Vorkriegsjahren in der Schweiz, als es noch nicht gängig war, dass Frauen an der Universität studierten. Sie heilte ihren Lebenspartner von der Kinderlähmung, er leitet heute noch das Zentrum. Sie entdeckte die energetische Wirkung in der Grotte, die ein römischer Steinbruch gewesen war und heute wie damals zur Stärkung und Energieaufnahme begangen werden kann. In drei verschiedenen Zonen können physische Wirkung und energetische Aufladung, im bio-dynamischen Bereich die Chakras aufgeladen und im dritten spirituelle Impulse erfahren werden. Sie hat 1942 das Heilgestein Aion A gefunden, das heute in vielen Drogerien zu kaufen ist. Das „vibrierende Material“, welches da gefunden wird, „wirkt nicht nur auf den physischen Körper heilsam, sondern auch auf die drei feinstofflichen Ebenen, welche den Menschen umhüllen“ und seine „Aura“ ausmachen. Ihre Forschungen blieben unverstanden, ihr Werk     zu Lebzeiten nicht ausgestellt, ihr Gedankengut nur wenigen bekannt.

 

16.11.2015

 


 

10 Minuten Faszien-/Sehnentraining pro Tag

 

Unser ganzer Körper wird durch Faszien (Bindegewebe) und Sehnen in Form gehalten. Beides muss täglich bewegt und durch Training geschmeidig gemacht werden. Sonst entstehen Schmerzen, die von den Patienten und Aerzten oft falsch interpretiert werden. Bitte den Begriff "Faszien"  googeln und den ersten Artikel ganz lesen! Hier eine Kernaussage:

„Das Fasziengewebe lässt sich ausgezeichnet trainieren. Daher können Sie durch ein Ganzkörperfaszienstretching und Ganzkörpermuskel-stretching grossen Einfluss auf die Gesundheit Ihrer Faszien nehmen. Ein Faszien-Training sollte immer aus weichen, dynamischen Dehn- übungen bestehen, daher eignen sich ganz  besonders Trainingsmeththoden wie Yoga, Pilates,  Tai Chi und Qi Gong zur Stärkung Ihres Fasziengewebes. Ein regelmässiges Bewegungstraining sorgt dafür, dass die Bindegewebszellen dazu angeregt werden, alte Kollagen-        fasern durch neue zu ersetzen.“                                                             

Warum sagt einem denn das keiner? Ich habe die Erfahrung gemacht, dass niemand, den ich darauf angesprochen habe, etwas mit dem Begriff „Faszien“ anfangen konnte. Kein Arzt hat ihn je erwähnt. Dass nur 20% der Rückenschmerzen auf Bandscheiben u.a. zurückgehen sollen, die grosse Mehrheit aber auf verhärtete Faszien, das gibt schon zu denken. Sitzende Lebensweise und Stress sind die Ursachen    dafür.

Darum mein frommer Rat: Täglich 10 Minuten Faszien-/Sehnentraining und ganz viele Probleme und Schmerzen  vergehen wie von selbst. Meine bevorzugte Rückenübung ist mit den Fäusten gegen die Zimmerdecke boxen, so lange es eben geht oder nötig ist. Und die Bein- sehnen jeden Tag stretchen; einmal in der Woche joggen, das wäre für Faszien und Sehnen himmlisch! Ich denke ich ginge schon am Stock, wenn ich das nicht seit Jahren praktizieren würde. Keine Angst, mein Blog wird nicht zum Gesundheitsblog, aber das musste mal  gesagt  sein. Uebrigens entschuldige ich mich bei Lesenden, welche dies (mühsam!) auf ihrem Handy lesen möchten.


14.11.2015

 


 

 

Ski heil 2025!

 

In zehn Jahren wird man sich vielleicht nur noch

dunkel erinnern, dass es in gewissen gebirgigen
Ländern einmal einen Skizirkus gab.

Heuer hat der November nachmittags fast immer

20° angestrebt (angenehm, finden viele). Kurze

Hosen, T-Shirt waren angesagt. Zukunftsmusik?

No, real!

Auf Sumatra und Borneo brennen die Wälder, da

kann man nichts machen. Auch Russlands Forste

brennen immer wieder. Diese Feuer sind nicht

lokal, global sind die Auswirkungen. Die Hölle ist

herstellbar. Schon im 20. Jahrhundert brannten

Menschen. Gegenden, die heute schon 50° er-

reichen, werden noch zulegen! Alle wissen es.

Wastl trifft Gernoth in einer Bar in den bayrischen

Bergen und jammert, dass er seine Skier nicht

mehr aus dem Keller holt mangels Naturschnee.

Es gab da noch ein paar Jahre Wintersportorte,

die mit Schneekanonen einen weissen Streifen

auf brauner Wiese schufen, aber bei den jetzigen

„Winter“-Temperaturen geht das auch nicht mehr.

Schneekanonen, wo früher Skikanonen den Hang

hinunter wedelten. Ihre Energiebilanz trug noch

dazu bei, den Erwärmungsprozess zu beschleun-

igen. Heute gibt es nur noch Après Ski! Das gilt

natürlich auch für Snowboarder. Andere haben

ihre Skis noch dabei, machen mit ihnen auf ein-

em weissen Fleck in der braunen Wiese ein Selfie,

welches sie mit der neusten Skiausrüstung zeigt,

wie früher die Skirennfahrer.

OK, es gab Versuche mit Plastik-Schnee, der wurde

aber vom Wind immer wieder weggetragen. Dann

erfand einer ein Vlies, welches vom Berg oben bis

ins Tal hinunter ausgerollt wurde. Da gab es aber

grauenhafte Unfälle, wenn einer mit Stock oder

Schi im weissen Haartuch „einfädelte“ und ent-

sprechend flach gelegt wurde, fast so viele Bein-

brüche wie früher auf der Naturpiste!

Gernoth meint, das kommt schon wieder, sie

müssen nur optimistisch sein, Wastl zweifelt.

 

12.11.2015

 


 

Dada 1916-2016

 

Nächstes Jahr sind es also schon hundert Jahre seit

in Zürich durch eine Art Urknall der Dadaismus ent-

stand. Offiziell waren es Hans Arp und seine Frau

Sophie Täuber, welche im „Cabaret Voltaire“ an

der Spiegelgasse 1 in Zürich Freunde zu künstler-

ischer Auseinandersetzung und Darstellung einer

gegen den Krieg revoltierenden Avantgarde einluden.

Vor kurzem ist aber ein Buch veröffentlicht worden,

welches glaubhaft machen will, dass Lenin, seines

Zeichens auch Revolutionär, den Dadaismus be-

gründet haben soll, indem er bei einer Performance

in der Zürcher Kneipe im Niederdorf „Da, Da“ (russisch

ja, ja) ausrief und begeistert in die Hände klatschte.

Er soll selber das erste dadaistische Nonsensgedicht

geschrieben haben. Es gibt aber auch viele andere

Erklärungsversuche für den Namen dieser Bewegung.

Hans Arp definierte so: «Angeekelt von den Schlächter-

eien des Weltkrieges, gaben wir uns in Zürich den

schönen Künsten hin. Während in der Ferne der

Donner der Geschütze rollte, sangen, malten, klebten,

dichteten wir aus Leibeskräften. Wir suchten eine

elementare Kunst, die den Menschen vom Wahnsinn

der Zeit heilen und eine neue Ordnung, die das Gleich-

gewicht zwischen Himmel und Hölle herstellen sollte.“

Im Cabaret Voltaire ist ein Dada-Laden und im Hinter-

grund arbeiten einige Leute am „Dada-Jahr 2016“ in

Zürich. Dabei geht immer ein bisschen vergessen, dass

Dada eine internationale Bewegung war, die auch in

Berlin, Paris und sogar New York ihren Widerhall fand.

Man kann sich vorstellen, dass damals dadaistische

Kunst-Performance in Zürich, aber auch anderswo

auf totales Unverständnis stiess und später „logischer-

weise“ der „entarteten Kunst“ zugeordnet wurde.

Dass es nun fast hundert Jahre brauchte, bis der

Dadaismus in Zürich wieder ins öffentliche Interesse

zurückkehrt ist bezeichnend, aber immerhin versucht

Kunst-Zürich nun irgendwie an 165 Tagen (so viele

Dadaisten sollen damit an ihren jeweiligen Geburts-

tagen oder sonst an einem Tag geehrt werden).

Zürich soll also Dada feiern, zur Dada-Stadt werden,

wie sich das die Initianten vorgestellt hatten, künst-

lerisch, revolutionär, avantgardistisch. Rund 100

Schauplätze oder Spuren von Dadaistinnen und Dada-

isten in Zürich werden auf der Karte Dada-Stadt

Zürich markiert, alles ein bisschen viel, big data,

Dadaisten finden aber: Dada statt Zürich!

 

1.11.2015

 


 

Das Bloggen

 

Neulich bin ich auf eine neue Definition für das Blogschreiben

gestossen: Es ist wie Selbstgespräche führen, das tun wir ja

alle, die einen unhörbar, andere die Umgebung störend. Es

ist aber wichtig für die Bewältigung unseres Alltags und in

den Weiten des Internets stört es ja niemanden. Da gibt’s

dann die verschiedensten Blogformen, die meisten davon

muss ich nicht als Konkurrenz verstehen:

Journalisten können alle ihre Produkte so publizieren und

gleich archivieren, das ist praktisch. Sonst: Fotografie-Blog,

Mode-Blog, Beauty-Blog, Lifestyle-Blog, Koch- oder Wein-

blog, Polit-Blog, Katzen/Hundeblog, Religiöses, Esoterikblog,

Gesundheitsblog, Musikblog, Blödelblog, Filmblog, Business-

blog,Reiseblog, Selbstdarstellerblog, Businessblog, (trivial),

Firmenblog (gähn!), Sportblog, Kreativblog, Kunstblog (schon

besser), Literaturblog und für mich etwas vom Feinsten:

Lupe, der Satireblog.

In den Print-Medien wird fleissig gebloggt, im TagesAnzeiger

intensiver und frischer als in der NZZ. Dort gibt’s den „Mama-

blog“ aber nicht den „Papablog“, „Sweet Home“, Marktanalyse,

u.a.

Wenn ich gefragt werde, wie oft ich blogge, dann kann ich

heute als mich im „Ruhestand“ Befindlicher sagen: circa ein

Mal pro Woche packt es mich, ein Thema taucht auf, das

abgehandelt werden will. Die Kadenz ist eigentlich Neben-

sache, von stündlich oder täglich bis sehr selten. Auch der

Umfang ist nicht von Belang. Ich bin seit drei Jahren dabei.

(Keine Fragen beantworten, die sowieso niemand stellt!)

Auch die sozialen Medien haben Blogcharakter, bei Twitter

ist die strikte Reduzierung auf 144 Zeichen Lust und Frust,

bei Facebook gibt’s auch längere Texte. Bei beiden „Selbst-

gespräch“-Medien (gelesen wird’s eh nicht), ist durch das

Einbinden von Links auch Bild und Musik vermittelbar und

belebt den ganzen Diskurs ungemein.

So genug für heute, mein nächster Blog wird ein Personen-

Feature, wen es betrifft, das sage ich noch nicht.

 

28.10.2015

 


 

Flüchtlinge II

 

Es gibt weltweit und in Europa so viele Flüchtlinge

wie nie zuvor. Ein Aspekt wird in der Diskussion

oft verschwiegen: Flüchtlinge sind nicht nur für

Schlepper ein Geschäft. Auch andere haben ge-

merkt, dass sich mit Flüchtenden Geschäfte machen

lassen. Und sie tun dies kalt, herzlos, kapitalistisch.

Unser Land kauft Dienstleistungen in Millionenhöhe

ein, die Operierenden schneiden sich ein dickes

Stück davon ab und profitieren auf Kosten von

Geschundenen, Entwurzelten, Verzweifelten.

Die Tagespauschale pro Flüchtling beträgt CHF 14.

Damit kann er/sie sich ein Mittagsmenu, ein T-Shirt

oder drei Getränke kaufen.

Die Schweiz wurde bisher noch nicht von Flücht-

lingsströmen überrannt, das könnte sich aber

jederzeit ändern. Mit noch stärker bürgerlich

dominierten Räten ist die Prognose für die so

genannte humane Schweiz somit ungünstig.

Parteien, die sich im Wahlkampf mit markigen

Sprüchen zum Zuwanderungsstopp vernehmen

liessen, haben selbstverständlich keine Vision,

wie mit dem Problem umzugehen sei, ausser die

Grenzen notfalls durch die Armee zu schützen,

was bereits einmal durchgeplant wurde, aber zeigte,

dass auch dieses Mittel wohl untauglich sein wird.

Weder wir noch Deutschland können alle Fliehen-

den aufnehmen, das ist klar.

Die „Balkanroute“ endet ietzt vorerst mal in Ungarn,

das zuerst den „schwarzen Peter“ über Oesterreich

nach Deutschland abschieben liess und dann die

Grenzen nach Süden mit einem Zaun abschloss.

Es ist noch keine Generation her, da war Ungarn

selber durch den Eisernen Vorhang von Europa

abgeschnitten.

In Deutschland wird die mütterliche Willkommens-

geste Merkels von vielen begrüsst, sie ruft aber

einen gewaltigen Aufmarsch von Rechtsextremen

hervor, die primitiv „Merkel muss weg“ skandieren.

„Wir schaffen das!“ gegen „Zuviel ist zuviel!“

Merkel will Hilfe vor Ort leisten, setzt sich neben

Erdogan auf einen goldenen Thron—Neo-Imperial-

ismus und nur Interessen-, nicht Flüchtlingspolitik.

 

22.10.2015

 


 

Raise your Voice for Raif Badawi

Blog Action Day 2015

 

It’s unbelievable: a young philosopher

and blogger is being tortured by his

home state Saudi Arabia for having

written down some modern thoughts

in his native barbarian, medieval

Islamic country. His wife and two

children have emigrated to Canada

and are waiting anxiously for their

husband and father to be released

from jail and spared the inhuman

and gross punishment (in Allah’s

name) according to scharia, the

ancient laws which seem so totally

out of touch with the modern world.

It’s grotesque, the Saudis have just

been voted into chairmanship at the

UN anti-torture commission. They

keep protesting that in this case

Saudi law will be administered and

that they object to foreigners inter-

fering with this. For months now

the flogging or caning has not been

resumed. Every Friday a growing

number of people all over the world

protest and show compassion for the

victims of these sad, out-of-date

measures, the young family being

torn apart, praying for mercy and

hoping in this very diffcult situation.

The question remains: How much did

the mighty and powerful in this world

put pressure on the Saudi king to

grant a long overdue pardon and

release Raif B. unconditionally at

once. Luckily Amnesty International

has adopted the case and therefore

thousands of people keep writing to

the Saudi king and embassies all

over the world as well as attend

protest meetings. Let’s all insist and

shout out loud:

We want Raif alive now!

 

16.10.2015

 


 

 

Journi

 

Die saloppe Abkürzung zeigt es, der Beruf, für die Medien

zu schreiben hat auch schon grösseres Ansehen gehabt als

heute. Die Arbeitsbedingungen im Newsroom sind mühsam,

Zeitdruck und Konkurrenz sind gross. Meine eigenen Erfahr-

ungen mit Medienleuten waren, na ja, lassen wir das.

In vielen Ländern ist das journalistische Schreiben gerade-

zu lebensgefährlich. Enorm viele Medienschaffende sind

einfach ermordet worden. Der Fall Politkovskaja in Russ-

land ist ein typisches Beispiel. Und ebenso Raif Badawi.

Die Medienprodukte, die wir konsumieren, sind manchmal

leider zu brav oder nichtssagend, andere tendenziös. Der

Einfluss von Medienzaren ist natürlich schädlich. Auch Radio-

und Fernsehjournalismus zeigt Verbesserungspotential auf.

Meine eigenen Schreibübungen waren jahrelanges Leser-

briefschreiben, Stil Wutbürger, einige Artikel Literaturkritik

und ein Porträt von Nietzsche (2000, nicht veröffentlicht)

sowie ein Interview mit dem deutschen Autor Günter Kunert

(unveröffentlicht). Während Jahren habe ich politische

Medienarbeit betrieben, noch auf der Schreibmaschine ge-

tippt. Als Jugendsünde sozusagen habe ich in der NZZ ein

Buch besprochen, das noch gar nicht erschienen war, also

eine Ente produziert (!)

Und die Wahlen 2015 haben mich erneut aus der Lethargie

herausgerissen, in die ich zwischenzeitlich verfallen war.

Ich schrieb direkt an die Redaktion von 20 Minuten—keine

Antwort wie auch schon. Ich drohte ihnen mit dem Presse-
Ombudsmann, den gibt es in unserem Land nicht, höchstens

den Presserat. An den habe ich den folgenden Text weiter-

geleitet, erwarte mir aber nicht allzu viel davon:

„Guten Tag bei der 20 Minuten-Redaktion

Als Leser Ihrer Medien ist es für mich ein Aergernis, jedesmal

auf Ihrer on-Line Seite Natalie Rikli zu begegnen und dies seit

Wochen! Wie viel bezahlt diese Dame (bzw. Blocher) für die

Medienpräsenz dieser Gallionsfigur einer reinen Männerpartei?

Als Medienschaffende haben Sie ausgewogen zu berichten.

Ich werde mich an den Medien-Ombudsmann wenden.

Gruss

Nestputzer Blogger

www.nestputzer.ch


vote for the Greens, the only people who really care for the

environment, the future of humanity, democracy."

 

4.10.2015

 


 

 

Es gibt fast keine Tomaten mehr

 

Früher war nicht alles besser, aber die Tomaten schon.

Ich erinnere mich noch gut an die neunziger Jahre,

als die Tomatenproduktion fast überall auf „hors sol“

umgestellt wurde. Argh! Als aktiver Grüner schüttelte

mich das damals doppelt. Und ich boykottierte diese

nach nichts riechenden „Tomaten“ jahrelang. Heute

gibt es eigentlich nur noch diese. Und die Chemie hat

scheinbar den Tomatenduft noch nicht nachgenerieren

können.

In der italienischen Küche ist der Pomodoro nicht

ersetzbar, hin Oesterreich heissen diese Früchte des

Nachtschattengewächses aztekischen Ursprungs

Paradieser oder Paradeiser und Wikipedia weiss auch

dies: „Lange als Liebesapfel oder Goldapfel 

(daher der italienische Name „pomodoro“) bezeichnet,

erhielt sie ihren heute gebräuchlichen Namen

„Tomate“ erst im 19. Jahrhundert. Dieser leitet sich

von xitomatl ab, dem Wort für diese Frucht in der 

Aztekensprache Nahuatl.“

Das Tomatl meiner Kindheit wuchs im Ticino, es

war saftig, es duftete himmlisch, es konnte viel-

fach verwendet werden. Der Tomatensalat war eine

unwiederbringliche Delikatesse, die heute kein Koch

mehr herzaubern kann. Auf keiner Pizza kann sie

fehlen, aber eben, früher waren das noch Tomaten,

nicht diese Ersatzprodukte aus Gewächshäusern.

Ein Kenner hat mir gesagt, dass es sehr schwierig

sei, Tomaten zu produzieren wie früher. Das hat

mit klimatischen Veränderungen, schädlichen Um-

welteinflüssen und Unsicherheit beim Ertrag zu tun.

Bio-Tomaten müssten diesem Ideal näher kommen,

tun sie aber auch nur bedingt.

Die verschiedenen Tomatensorten ändern nichts an

der Tatsache, dass Eva Adam eben vielleicht eine

Tomate, äh einen Paradieser anbot, dem dieser nicht

widerstehen konnte, aber wir alle sind nun aus dem

Tomatenparadies ausgeschlossen.

 

30.9. 2015

 


 

 

Youth/Ewige Jugend (Paolo Sorrentino, 2015)

 

Paolo Sorrentino (from Naples, Italy) has turned an astonishing movie.

The pace is sometimes slow, cautious, then brutally rapid. Two old men

are of course acting a fine piece of craftsmanship, a composer, a film

director, life-long friends find themselves disillusioned about life and

old age and in turn react in different ways to this plight. Another extra

dimension is the vouyeuristic deployment of life in a five star hotel in

Switzerland, its kings, the guests and their servants, the hotel staff.

The well-to-do and celebs of this world find a retreat in exclusive fine

hotels to find their bearings, to relax in the wellness facilities, a

possibility to unwind in their hectic lives. Sorrentino has conj